Mit dem Ende des Schuljahres hieß es am Gymnasium Adolfinum gleich achtmal Abschied nehmen. Schulleitung, Fachobleute und Kollegium blickten dabei mit persönlichen Worten, großer Wertschätzung und einer Prise Humor auf die gemeinsame Zeit von Kolleginnen und Kollegen zurück, die die Schule über viele Jahre oder auch nur für eine kürzere Zeit geprägt haben.
Den Auftakt machten Sarah Gärtner und Jaqueline Lehmann, die ihr Referendariat am Adolfinum erfolgreich abgeschlossen haben. Frau Gärtner geht an ein Gymnasium in Springe, Frau Lehmann wird vorerst eine Grundschule verstärken.
Für Wilhelm Köhler schloss sich ein besonderer Kreis. Bereits 2023 war er im Rahmen seines Examens am Adolfinum tätig, nun übernimmt er eine Pfarrstelle. Mit einem Augenzwinkern Stellte Religionsfachobrau Jana Allum feste: „Wenn ich Wilhelm auftanken will, gehe ich einfach in seinen Gottesdienst.“
Emotional wurde auch die Verabschiedung von Darius Duhr. Dem Albert-Einstein-Gymnasium, an das er wechselt, gönne man zwar diesen Gewinn, so Philosophie-Fachobfrau Friederike Schücke. Gleichzeitig gab sie ihm mit auf den Weg: „Komm zurück, wann immer sich die Gelegenheit ergibt. Die Tür steht dir immer offen.“
Mit Sebastian Mietzner verlässt „ein wahrhaft Großer“ das Adolfinum, wie Fachobmann Jörg Meier augenzwinkernd bemerkte. Der Lehrer für Geschichte, Englisch und Sport gehört seit 2013 zum Kollegium des Gymnasiums, nun zieht es ihn nach Braunschweig.
In den Ruhestand verabschiedet wurde Petra Hanauske, deren Verbindung zum Adolfinum weit zurückreicht: Hier legte sie einst selbst ihr Abitur ab. Englisch-Fachobfrau Silke Seifert bezeichnete den Klassenraum als ihre „Homebase“ und erinnerte daran, dass aus dem ursprünglich nur vorübergehend geplanten Aufenthalt am Adolfinum schließlich 25 Jahre wurden. Für den neuen Lebensabschnitt stehen nun Familie, Freunde, mehr Sport sowie Reisen außerhalb der Ferien auf dem Programm.
Ebenfalls in den Ruhestand verabschiedet wurde Petra Schuster. Sie kam 2004 im Zuge der Auflösung der Orientierungsstufe per Abordnung als Lehrerin für Deutsch, Biologie und Englisch an das Gymnasium Adolfinum. Ob es am Vornamen lag oder nicht – bei beiden Petras wurden ihre natürliche Autorität, ihre Gelassenheit und die Ruhe hervorgehoben, mit der sie den Schulalltag prägten.
Auch Vera Stapelberg wurde verabschiedet. Obwohl sie nur vier Jahre am Gymnasium Adolfinum tätig war, hinterließ sie bleibende Spuren. Sie sei eine „unbedingte Bereicherung“ für die Schule gewesen, betonte Kastning mit Blick auf die enge Zusammenarbeit in der Schulleitung. Künftig wird sie ihren Kaffee aus schönen Tassen am Albert-Einstein-Gymnasium in Hameln trinken.
Zum Abschluss dankte Kastning allen acht Verabschiedeten herzlich für das, was jede und jeder Einzelne in die Schulgemeinschaft eingebracht hat. Mit großem Applaus, den besten Wünschen für die Zukunft und einem eigens von Ina Seidl gedichteten Lied verabschiedete das Gymnasium Adolfinum seine Kolleginnen und Kollegen – verbunden mit der Hoffnung, dass sich manche Wege eines Tages wieder kreuzen.

DUB