„Learning by doing“ ist zwar eine hilfreiche Strategie, aber bevor nach den Sommerferien die neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler am Adolfinum ankommen, bereiteten sich die zukünftigen Paten des 9. Jahrgangs beim großen Patenseminar trotzdem auf ihre kommende Aufgabe vor.
Dabei ging es nicht nur um die Frage, was eine Patin oder einen Paten ausmacht, sondern auch darum, wie man Verantwortung übernimmt, Gemeinschaft schafft und in kniffligen Situationen einen kühlen Kopf bewahrt. Die erfahrenen Patinnen und Paten des 10. Jahrgangs berichteten von ihren Erlebnissen aus dem vergangenen Jahr – von gelungenen Aktionen, kleinen Herausforderungen und so mancher Situation, die man vorher nicht unbedingt hatte kommen sehen.
Besonders spannend wurde es, als typische Alltagssituationen in Rollenspielen nachgestellt wurden. Wie reagiert man, wenn jemand neu in der Klasse ist und keinen Anschluss findet? Was hilft gegen die Nervosität in den ersten Schulwochen? Und wie schafft man es eigentlich, dass sich eine Gruppe schnell als Gemeinschaft fühlt? Auf diese Fragen fanden die Teilnehmenden gemeinsam Antworten.
Am zweiten Seminartag kamen auch die erfahrenen Paten aus Jahrgang 11 dazu und berichteten von ihren letzten zwei Jahren, die nun mit dem Eintritt in die Oberstufe enden. Beim „Paten-Knigge“, bei Workshops zur Gemeinschaftsbildung und natürlich bei der Spielepädagogik wurde ausprobiert, diskutiert und viel gelacht. Denn wer später Spiele anleiten und Gruppen zusammenbringen möchte, sollte sie vorher natürlich selbst getestet haben.
Zwischen Obst, Keksen, Gruppenarbeit und jeder Menge guter Ideen wurde schnell deutlich: Patenschaften leben nicht nur von Organisation, sondern vor allem von Engagement, Offenheit und dem Wunsch, für andere da zu sein. Gleichzeitig bietet die Aufgabe auch den Paten selbst die Chance, über sich hinauszuwachsen, Verantwortung zu übernehmen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln.
Natürlich wird man nicht Pate in zwei Tagen, aber der Grundstein ist gelegt. Sie freuen sich nun darauf, ihre zukünftigen Schützlinge kennenzulernen. Die Neugier ist groß – und der Patennachwuchs einsatzbereit.

Text: DUB, Fotos: SDL

