Sponsorenlauf Brasilien-Projekt

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Am 10.09.2008 08:00

Neuer Termin! Anmeldungen bitte bis spätestens Montag, den 08.09.2008 abgeben. Der genaue Terminplan wird als Aushang in der Schule veröffentlicht werden.

 

„Eine Welt“ in Bückeburg – Partnerschaft mit Patos (Sergipe, Brasilien)

 

Die Idee ist so einfach wie erfolgreich: Seit 11 Jahren beteiligen sich Schülerinnen und Schüler des Adolfinums an einem Selbsthilfeprojekt im Nordosten Brasiliens, das mehr zum Ziel hat als unmittelbare Hilfe zu leisten: Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe, es geht um Nachhaltigkeit, es geht um Verantwortung, es geht um Freundschaft, es geht um eine neue Erfahrung.

Zum Beispiel ist das in den Briefen spürbar, die jedes Jahr den Weg von Patos (Sergipe) nach Bückeburg finden oder in den direkten persönlichen Begegnungen, die bisher möglich waren: In den Jahren 2002 und 2004 in Bückeburg, im Jahr 2006 in Brasilien durch den Besuch der deutschen Kooperantin Carola.

Trotz der großen Schwierigkeiten die zu überwinden sind, um in der Hektik des Schulalltags Interesse an einem Selbsthilfe-Projekt im viele tausend Kilometer entfernten und nicht wirklich vorstellbaren so genannten „Süden“ der Welt zu wecken, gab es über die Jahre immer wieder Schülerinnen und Schüler, die neugierig genug waren, um Neues erfahren und sich engagieren zu wollen. Das ist nicht immer leicht und manchmal auch mit Frustrationen verbunden: Wenn ein Kontakt nicht gelingt, wenn Interessierte doch wieder abspringen, wenn die Resonanz in der Schulöffentlichkeit die eigene Begeisterung nicht widerspiegelt. Dem gegenüber stehen aber die jährlichen Berichte aus Patos, die persönlichen Begegnungen, das Staunen über das Erreichte.

Und so sehen die bisherigen Fortschritte aus:

Zu Beginn der Unterstützung der ländlichen Selbsthilfeschulen José Gregorio dos Santos bekamen wir von unserem brasilianischen Projektpartner EMDRAGO Bild- und Wortberichte, die uns eine einklassige Grundschule für 40 Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren und ihre Lehrerin zeigten, die kaum die Mittel besaß, um den Weiterbestand dieser kleinen Schule garantieren zu können.

Inzwischen wurde das Schulgebäude erweitert, es unterrichten 3 Lehrerinnen insgesamt 70 Kinder, die ersten Jahrgänge haben ihren Abschluss gemacht und einige Schülerinnen und Schüler besuchen weiterführende Schulen in der Stadt, noch vor wenigen Jahren undenkbar. Es gibt einen Schulspielplatz und eine Schulküche mit einem großen Kühlschrank – der besondere Stolz der Köchin.

Da die brasilianischen und deutschen Projektpartner (EMDRAGO in Ribeiropolis und Weltfriedensdienst in Berlin) das Ziel haben, die unterstützten Gemeinden in einem absehbaren Zeitraum auf eigene Füße zu stellen – vorgesehen sind ca. 15 Jahre –, ist aber noch viel mehr passiert: Alphabetisierungskurse für Erwachsene, Aufbau von Viehzucht (Hühner, Schweine, Schafe) und Landwirtschaft, Verbesserung der sanitären Verhältnisse, Anlage eines Schul- und Kräutergartens zur Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten und als neues großes Ziel ein Aufforstungsprogramm gemeinsam mit anderen Gemeinden.

Das alles wurde mit nur 1000 Euro im Jahr erreicht! Über den Einsatz der Mittel entscheidet die örtliche Genossenschaft, die auch festlegt, welche Familien unterstützt und welche Projekte in Angriff genommen werden. Die Vergabe der Mittel erfolgt in Form eines Mini-Kredits, der im nächsten Jahr zurückzuzahlen ist (z. B. 25 Euro für ein Schaf), sodass die nächste Familie von dem Geld profitieren kann.

Doch viele Dinge sind noch zu tun! Deshalb findet in diesem Jahr am 10.09. ein Sponsorenlauf für das Projekt statt. Ich danke an dieser Stelle allen engagierten Personen und hoffe auf eine rege Beteiligung.

Projektleiterin: Britta Beuel