Räder reparieren, Bedürftigen helfen

Ein Gastbeitrag von Volkmar Heuer-Strathmann

Adolfiner arbeiten in Eigenregie

BÜCKEBURG. Nachhaltigkeit gehört zu den Leitworten der Projektwoche „Gerechtigkeit“ am Adolfinum. Fin Reichwage und seine 20 Mitstreiter kümmern sich um kaputte Fahrräder und richten sie wieder her. Einige galten schon als Schrott. Nun kommen sie zu neuer Blüte. Teile finden Verwendung. Und die Unerfahrenen dürfen dazulernen, auch im Hinblick auf die Schlauchprobe mit dem kleinen Wasserbad.

Zur Projektgruppe gehört auch ein junger Ukrainer. Die Initiatoren überlegen noch, was mit den Rädern geschehen soll, wenn sie wieder verkehrstauglich sind. Vielleicht gehe eine Spende an eine Einrichtung, die Geflüchtete aus der Ukraine betreut, sagt Reichwage. Er repariert aus Leidenschaft, seit Kindertagen.

Das Projekt fällt schon deshalb aus dem Rahmen, weil es konzeptionell ganz von älteren Schülern geleitet wird. Christoph Buch und Maximilian Blank gehören ebenfalls zum Team. Politiklehrer Björn Hasselmann nimmt nur die Aufsicht wahr. Schulleiterin Cornelia Kastning, selbst eine leidenschaftliche Radfahrerin mit „Bonanza“-Lizenz in jungen Jahren, zeigt sich beeindruckt von der geleisteten Arbeit und begrüßt die Intention, so auch auf die Verteilungsgerechtigkeit einzuwirken. Bischof Karl-Hinrich Manzke wüsste sogar noch einen Tipp, wie Wasser gespart werde kann beim Prüfen. Wasser aus dem Hahn könnte ja mal kontingentiert werden in nicht allzu ferner Zukunft. So ist man in der Werkstatt am Puls der Zeit.


An Arbeit herrscht kein Mangel in der Fahrradwerkstatt

 

Text und Foto: Volkmar Heuer-Strathmann