Lulu-v.-Strauß-u.-Torney-Str. 30
31675 Bückeburg
Telefon: 05722 / 905620 | Fax: 05722 / 9056219
E-Mail: sekretariat@adolfinum-schaumburg.de
Kunstlehrer Jürgen Welker in Peking
Bei dem Interview mit unserem Kunstlehrer Jürgen Welker, während eines leckeren Stückes Kuchen, haben wir sehr viel, sowohl über das Land China als auch über die Deutsche Botschaftsschule Peking (DSP), erfahren. Die Schülerzeitung der Schule heißt übrigens „hotpot“. Auf dem Bild sieht man die Fensterfront und den überdachten Balkon des Kunstbereichs - also die Wirkungsstätte von Jürgen Welker.
@ufbruch: Herr Welker, wie lange waren Sie in China?
Herr Welker: Ich war von August 2009 bis Juli 2011 in China.
@ufbruch: Wie hat es Ihnen gefallen?
Herr Welker: Es war nicht immer schön, also wenn da zum Beispiel in der U-Bahn jemand einen anderen Menschen anrempelt, kommt niemand auf die Idee, sich zu entschuldigen. Aber es war auf alle Fälle immer interessant.
@ufbruch: Was hat Ihnen am besten gefallen?
Herr Welker: Mir haben die kulturelle Andersartigkeit und die Menschen am besten gefallen.
@ufbruch: Wie kommt man in China sprachlich klar?
Herr Welker: Man kommt schwer klar. Auch die Kommunikation mit den Behörden ist schwierig.
@ufbruch: Wie ist das Wetter?
Herr Welker: Im Sommer regnet es in Peking manchmal bei 30°C und im Winter ist es bei minus 20°C meistens trocken. Die Luft ist sehr schlecht und dazu kommt dann noch der Verkehr und die Geräusche. Generell ist Peking eine laute Stadt.
@ufbruch: Haben Sie in China auch Sport getrieben?
Herr Welker: Sport hat mir als Ausgleich zu der Arbeitsbelastung gedient. Ich war im Sportstudio und bin dann im Oktober 2010 den Halbmarathon in Peking gelaufen, der war 22 Kilometer lang.
@ufbruch: Was haben Sie für Sehenswürdigkeiten besichtigt und wie waren Ihre Eindrücke?
Herr Welker: Ich war zum Beispiel in der Verbotenen Stadt, bei der chinesischen Mauer oder habe Tempel besucht, wie den Konfuzius Tempel, den Lama Tempel oder den Himmelstempel. Ich finde, dass es alles erschlagend schön war. Leider hab ich zu wenig Zeit für die Sehenswürdigkeiten gehabt,weil ich viel arbeiten musste.
@ufbruch: Was haben Sie in der Zeit für andere Länder besucht?
Herr Welker: Also ich habe Länder besucht, die ich sonst nie besucht hätte, wie zum Beispiel Malaysia, Thailand, Kambodscha, Laos und in China selbst Städte wie Hong Kong und Shanghai.
@ufbruch: Jetzt haben wir noch einige Fragen über die Deutsche Botschaftsschule: Was ist das für eine Schule?
Herr Welker: Die Schule ist eine Art Privatschule, die von dem Schulgeld der Schüler finanziert wird.
@ufbruch: Was wird unterrichtet und wie?
Herr Welker: Es wird Englisch, Deutsch, Chinesisch und Französisch unterrichtet. Wer hier in Deutschland Latein hatte, der bekommt dort Einzelunterricht. Sonst wird alles unterrichtet, was in Deutschland auch unterrichtet wird.
@ufbruch: Wie viele Schüler besuchen die Schule und wer darf die Schule überhaupt besuchen?
Herr Welker: Insgesamt besuchen 680 Kinder die Schule incl. Kindergarten. Es gehen aber nur Deutsche, Schweizer und Österreicher auf die Schule. Chinesen dürfen die Schule nur besuchen, wenn ein Teil der Eltern deutsch, schweizerisch oder österreichisch ist, also die entsprechende Staatsbürgerschaft hat.
@ufbruch: Wie sind die Klassen?
Herr Welker: Die Klassen sind sehr klein, deshalb wird man als Schüler in den Klassen besonders gefordert und gefördert.
@ufbruch: Würden Sie es weiterempfehlen, im Ausland zu unterrichten und zu leben?
Herr Welker: Auf alle Fälle. Es reicht, um das Leben zu verändern. Man sieht seine Sachen jetzt mit ganz anderen Augen. Es war eine Lebensbereicherung.
Das Gespräch führten und dokumentierten Natalie & Leonie
