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Wolfgang Gardeler feierlich in den Ruhestand verabschiedet
Endlich reichlich Zeit für echte Dampf- und Diesellokreisen
500 Rotstifte, 5000 Klausuren und Klassenarbeiten, 5000000 Randbemerkungen? Man kann sich bei jeder Verabschiedung in den Ruhestand fragen, in welcher Einheit die Zeit vermessen werden soll, die jemand in diesem wunderbaren Beruf verbringen durfte. Geglaubt wird (fast) alles, als wenn einer Zeit hätte , alles zu zählen, auch jeden Unsinn.
Was Wolfgang Gardeler und seine Wirkungszeit am Gymnasium Adolfinum anbelangt, weist das Folgende womöglich auf Wesentliches, wahrheitsgemäß und vollständig, also unplagiiert, wie es ein Mann der Geschichte verdient hat, aber ausnahmsweise einmal ganz ohne die obligatorischen acht Fußnoten mit Jahresangaben: Schiefer - Bernhards – Lenz – Hamann – Gieseke – Gosemann – Behsler – Pavel. Dem amtierenden Schulleiter wünschte der scheidende Mitarbeiter auch weiterhin eine glückliche Hand in diesem Hause.
Oberstudiendirektor Michael Pavel verabschiedete Studienrat Wolfgang Gardeler, der seinen Dienst in Bückeburg als Lehrer für die Fächer Geschichte und Englisch im Schuljahr 1982/83 angetreten hatte, mit sehr herzlichen wie würdigenden Worten und vergaß dabei nicht, auf eine Leidenschaft hinzuweisen, die wohl auch den weiteren Lebensweg des Pensionärs prägen wird: das Interesse an alten Eisenbahnen und die Lust auf Bahnreisen durch die ganz Welt. Der Philosoph Ernst Bloch sprach von der Bahnhofshaftigkeit unseres Daseins, Wolfgang Gardeler schaut nach, was dahinter steckt, Zug um Zug. Unter Dampf mag das wie eine Zeitreise anmuten. Man kann ihm dabei nur gute Fahrt wünschen!
Volkmar Heuer-Strathmann; Öffentlichkeitsarbeit