Lass uns Misteln schneiden gehen….

…, denn der Mistelzweig hatte schon immer etwas Mystisches – und vor allem zu Weihnachten steht er wie kaum etwas anderes für einen Neuanfang und Nächstenliebe. Wer unter ihm steht, soll frei von belastenden Gedanken werden. Und ja, ist die richtige Person dabei, gibt’s sogar noch einen Kuss dazu. Wohl nichts haben wir derzeit so nötig wie einen Neustart und die Nähe zu anderen Menschen. Leider hat das Jahr 2021 nicht die erhoffte Freiheit gebracht. Das Jahr war geprägt von Distanzlernen, von Quarantäne, vom Testen, Testen und nochmal vom Testen. Und Unterricht war auch noch ganz nebenbei. Wir alle haben auch in diesem Jahr viel ertragen und erlebt, was wir uns lieber erspart hätten. Allerdings war nicht alles schlimm, denn die Pandemie macht kreativ: für Lernvideos, tolle Collagen, schöne Gespräche, für gemeinsames Kochen und Backen und für informative Videokonferenzen. Und dann war da noch die nicht ganz überraschende Erkenntnis, dass kleine Gruppen entspannter lernen.

Hoffentlich löst 2022 ein, was 2021 versprach: Das Ende der Pandemie. Der Versuch, diesen Neustart im vergangenen Jahr symbolisch mit Misteln zu beschwören, ist zwar als gescheitert zu bezeichnen; Aber Frau Blaum und Herr Herde haben Durchhaltevermögen und versuchen es in diesem Jahr einfach nochmal. Die Ausbeute jedenfalls ist reichlich und so hat es auch ein Mistelzweig bis ins Büro unserer Schulleiterin geschafft. Dort hängt es nun, das Symbol der Nähe, der Freiheit und des Neuanfangs. Hoffentlich hilfts! Sonst müssen es doch die Impfstoffe als Zaubertränke richten. Denn im kommenden Jahr wollen wir doch alle wieder eine „echte“ Weihnachtszeit: Mit Adventsmarkt, Liedern und ohne Abstand und Test.

Nichtsdestotrotz wünschen wir gegen alle widrigen Umstände ein fröhliches und friedliches Weihnachtsfest, sowohl euch lieben Schülerinnen und Schülern als auch Ihnen, liebe Eltern. Allen wünschen wir guten Rutsch ins neue Jahr 2022. Dazu Gesundheit und Durchhaltevermögen. Wir haben gemeinsam schon viel geschafft. Den Rest dieses schwierigen Weges schaffen wir auch noch. Ganz sicher.

BLM