Kleider nähen - für welchen Lohn?

Bangladesch, China, Indien. Sechs bis sieben Tage 15 Stunden täglich Fließbandarbeit oftmals auch von Kindern. So wird unsere Kleidung hergestellt. Jeder weiß es, aber keinen interessiert es. Manche denken, mit dem Kauf teurerer Kleidung ändert sich etwas. Trotzdem kommen nur rund 0,6% des Verkaufspreises bei den Näher:innen an, 56% sacken die Einzel- und Zwischenhändler:innen.

Mit diesem Problem beschäftigen sich die 9. Und 10. Klässler:innen im Projekt „Kleider nähen – für welchen Lohn?“ unter der Leitung von Frau Finke und Frau Niemann auf ganz neue Art und Weise. Nach einem Recherchetag beginnt die praktische Arbeit: Kleider, Taschen aus alten Jeans, Kissenbezüge, etc.

Durch das Nähen wollen die Teilnehmer:innen selbst herausfinden, was für ein Arbeitsaufwand hinter der Herstellung eines Kleidungsstückes steckt. Alle sind mit viel Motivation und Freude dabei, besonders diejenigen, die zum ersten Mal nähen. Und was passiert mit den fertigen Sachen? Die werden natürlich von den Schüler:innen benutzt.

 

Marleen Grothe & Clara Kaiser